Mittwoch, 21. August 2013

Taralli, eine italienische Knabberei

Nach unserem Urlaub war es Zeit mit Freunden wieder mal einen gemütlichen Abend zu verbringen.
Und was koche ich am liebsten?
Natürlich italienisch!

Gerne verwöhne ich unsere Gäste nach Strich und Faden.
Leider sollte das Wetter nicht so schön werden,
somit fiel Grillen als Möglichkeit aus.

Ich habe mich dann für ein kleines,feines 4-Gänge-Menü entschieden.

1. Gang: Salami und rohen Schinken mit selbstgebackener Focaccia und Taralli

2. Gang: Mit Pesto gefüllte Ravioli mit Salbeibutter und Parmesan

3. Gang: Brasato mit Rosmarin-Kartoffeln

4. Gang: Limonensorbet

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Fotos habe ich mal wieder vergessen zu machen Verwirrtes Smiley,
wenigstens vom Brasato und vom Limonen-Sorbet.

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Aber es geht ja auch um die Taralli!

Was sind Taralli?
Taralli ist eine süditalienische Knabberspezialität,
die wir immer zum Aperitif und zum Primo und Secondo gereicht bekamen.
In Oberitalien wäre das Pendant dazu, die Grissini.

Es gibt sie mit verschiedenen Aromen, wie Fenchelsamen, schwarzem Pfeffer, Chili, Zwiebeln …

Wir haben zwei Tüten mitgebracht, aber ich hatte mir in den Kopf gesetzt,
sie selber herzustellen.
Ich gestehe, es ist eine Mordsarbeit und ich werde es vermutlich nicht wieder machen.
Obwohl sie geschmacklich besser waren, als die industriell hergestellten.

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Rezept

500 g Mehl “00”

125 ml Olivenöl extra vergine, lauwarm

100 ml Wasser, lauwarm

100 ml Weißwein, trocken

1 gehäufter TL Salz

Aromen, hier 4 TL Fenchelsamen

(in deutschen Foren wird noch Hefe verwendet, was in Italien nicht der Fall ist = 1 Tütchen Trockenhefe)

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben, Salz in Wasser auflösen und mit dem Olivenöl zum Mehl geben,
Fenschelsamen hinzufügen und mit einem Holzlöffel verrühren.

Zu einem glatten Teig kneten und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Kleine Stücke (ca. 10 g) abnehmen, zu dünnen Rollen rollen und zu Kringeln formen.

Backofen vorheizen (Umluft 180°C)

In einem großen, breiten Topf Wasser zum Kochen bringen, etwas abkühlen lassen (das Wasser darf nicht mehr kochen) und die Kringel
so lange kochen, bis sie an die Oberfläche schwimmen.
Herausnehmen und kurz abtropfen lassen.

Jetzt die Kringel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 30 Minuten backen.
Je nach Backofen, nach Hälfte der Backzeit das Blech einmal drehen,
damit die Taralli gleichmäßig bräunen.

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Mütter mit Kindern sind hier sicher klar im Vorteil,
da macht kneten und rollen sicher viel Spaß und mit Hilfe geht es auch viel schneller!

P.S. Die Rezepte für den Brasato und das Limonen-Sorbet sind oben verlinkt.
Die Sauce des Bratens (ich habe Tafelspitz genommen) ist ein Gedicht, trotz “komischer” Zutaten
wie Sardellen und Zimt!

 

Kommentare:

  1. oh, das klingt alles sehr interessant! und den rindsbraten werde ich sicher nachkochen!

    lieben gruß!

    susi

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    1. Sag mir Bescheid, wie er geschmeckt hat.
      ich werde ihn dieses Jahr zu Weihnachten wiederholen

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  2. Ui, das war ein Schlemmerabend! Meine Hochachtung, Andrea.

    Liebe Grüße,

    Tina

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    1. mir taten Abends so die Füße weh ;-)... aber es hat sich gelohnt, es war ein rundum gemütlicher Abend

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  3. Hallo Annchen
    VIEL Mühe hast du dir gemacht..
    LG vom katerchen

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  4. wow ist der Tisch hübsch eingedeckt :)
    LG Babs

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    1. und plötzlich saßen zwei Katzen drauf *grrr*

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Lieben Dank, dass Du Dir Zeit für mich genommen hast!