Samstag, 11. Juni 2016

[Zitat] Düsseldorf#18 - Rheingärtchen

Der Rhein lässt uns Düsseldorfer nie ganz in Ruhe und wir kehren immer wieder an besondere Plätze zurück.

Das "Rheingärtchen" ist so ein kleiner Ruheort, direkt am Rhein, neben der Rheinterrasse und mit Blick auf die Oberkasselerbrücke.

5000 qm groß und und eine der kleinsten denkmalgeschützten Anlagen in Düsseldorf existiert es seit 1927/28 fast unverändert.


Die Wasserträgerin gehörte unter dem Naziregime als "entartete Kunst".
Sie zeigt eine nackte, lebensgroße Nubierin, die der Bildhauer Bernhard Sopher 1925 erschuf.
Mit dem Bau der Anlage fand sie hier 1928 ihren Platz und sollte während des 2. Weltkriegs eingeschmolzen werden.
Die Ehefrau des jüdischen Sophers zahlte das Honorar ihres emigrierten Mannes zurück und nach Ende des 2. Weltkrieges stellte die Witwe (Sopher starb 1949 in den USA) dem Kunstmuseum die Skulptur zur Verfügung.
Seit 1954 steht sie wieder an ihrem ursprünglichen Platz.


Auch hier wütete Sturm Ela 2014,17 Bäume waren auch hier nicht mehr zu retten.


Die Knöchelspielerin ist eine Nachbildung, das Original steht seit 1961 in Essen im Folkwang-Museum.


Kommentare:

  1. Knöchelspielerin? Das habe ich auch noch nie gehört - warum heißt diese Figur so? Aber eine sehr schöne Oase der Ruhe, die Du uns hier zeigst. ;-)

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und lasse viele liebe Grüße hier,
    Kerstin

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  2. Wobei die Kunst einen Krug so tragen zu können doch Blickpunkt Nummer eins ist ;-) Nee, ich weiß, anders gemeint kann ich den Worten nur zustimmen. Finde die Worte aus dem Talmud auch immer so zutreffend (heute ich übrigens auch) und toll hast du sie mit der Aufnahme zu einer Einheit gebracht. Gefällt mir sehr gut und freue ich mich sehr drüber.

    Ebenso klasse der Post allgemein, danke dir für die viele Info. Echt immer interessant auch mehr erfahren zu können. So habe ich wieder ein wenig mehr über "deine Stadt" kennenlernen dürfen.

    Danke dir vielmals dass du wieder mit dabei bist. Dir noch ein schönes Wochenende wünschend sende ich herzliche Grüsse

    N☼va

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  3. ...schade, dass sie sich nicht in den Krug schauen lässt ;-))
    Einen schönen Sonntag,
    Luis

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  4. Es ist aber auch schön da! Tolle Fotos hast du mitgebrach und das Krugzitat passt wunderbar ins Foto!!
    Das ist aber hoffentlich nicht nur Regen drin, oder?

    Liebe Wochenendgrüße, Joana

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  5. Hübsch ist es dort und eine wirklich großzügige geste, die Skulptur zu spenden und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
    Der Inhalt ist natürlich das Wichtigste vom Krug. Wenn wir in Afrika waren, konnten wir bei Begegnungen mit Wasserträgerinnen nur staunen...zum einen über die Geschicklichkeit und zum anderen was alles so als Gefäß dienen kann :))

    Liebe Grüße
    Arti

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Lieben Dank, dass Du Dir Zeit für mich genommen hast!